EVIDENCE BASED PRACTICE

- Eine (sehr) kurze Einführung -

In Evidence-based Practice (EBP) werden per Definition bestmögliche empirische Befunde (und Methoden) mit individuellen Gegebenheiten (z. B: Fakten/Daten) verglichen und jeweils individuell adaptiert, um bestmögliche Entscheidungen/Handlungen zu generieren (>Theorie-Praxis-Transfer).

EBP ist nicht mit der Modeerscheinung „Best Practice“ gleichzusetzten, welches im Kern (mehr oder minder) auf blindes Kopieren (fremder und eigener Ideen/Handlungen) beschränkt ist. Noch im Mittelalter galt beispielsweise der Aderlass als „Best Practice“ Methode der europäischen Mediziner, obwohl anderswo bereits längst evidenzbasiert geheilt wurde (Homo Sapiens erkennt hier schnell den Unterschied zu bestmöglich aus EBP).

EBP ist die Methode der Wahl, wenn es um die Identifizierung der bestmöglichen Handlungsoption geht. Die (signifikant) positive Wirkung von „evidenzbasiert“ auf den Output/auf Ergebnisse ist empirisch belegt und steht heute nicht mehr zur Diskussion. Die eigentliche Frage lautet somit nicht „ob“, sondern „wann“?!

„Wir haben das Recht auf eigene Meinung, aber nicht auf eigene Fakten!“
(In D. Reusseau)